Kurzbeschreibung

Langzeitbeobachtung eines Stadtviertels, das offiziell nicht existiert – und doch 12.000 Menschen umfasst.

Anlass / Kontext
Vor über 20 Jahren ließ Pablo Escobar für die Bewohner einer Müllkippe ein Stadtviertel errichten.
Was als Akt sozialer Fürsorge begann, wurde zum politischen Problem:
Das Barrio ist bis heute nicht anerkannt, auf keinem Stadtplan verzeichnet. Der Film untersucht, was es bedeutet, in einem Raum ohne staatliche Struktur zu leben – zwischen Dankbarkeit, Abhängigkeit und Ausgrenzung.

Entstehung & Auswertung

  • Produktion während des Studiums an der Filmakademie Baden-Württemberg
  • Späterer Verkauf an den SWR
  • TV-Ausstrahlungen u. a. bei SWR, 1plus, PHÖNIX
  • Internationale Festivalteilnahmen

Auszeichnungen

  • Filmschau Baden-Württemberg: Gewinner Dokumentarfilm
  • NRW Eine-Welt-Filmpreis: Gewinner

Meine Rolle
Regie · Drehbuch · Dokumentarische Umsetzung

Mein Ansatz

  • Beobachtende Erzählweise statt erklärender Kommentare
  • achtwöchige Dreharbeiten vor Ort in Medellín
  • Nähe zu den Bewohnern jenseits journalistischer Kurzformate
  • Politische und historische Kontextualisierung durch Situationen, Gespräche und Alltagsbeobachtungen
  • Verbindung von kinematografischer Bildsprache und dokumentarischer Präzision

Wirkung

  • Internationale Festivalpräsenz und Auszeichnungen
  • Fernsehauswertung in Deutschland
  • Beitrag zur Debatte über informelle Städte, soziale Ungleichheit und staatliche Unsichtbarkeit

Besonderheiten

  • Dreh in hochsensibler Umgebung
  • Zugang zu einer Gemeinschaft ohne offiziellen Status
  • Beispiel für dokumentarische Arbeit jenseits institutioneller Auftragslogik

Früher Beleg meiner Arbeit an Machtverhältnissen, Zugehörigkeit und Sichtbarkeit