Alles begann mit einem Konflikt der 20 Jahre dauerte. Und mit der Erkenntnis, dass beide Seiten recht hatten – aus ihrer Sicht.

„Ein Dialog auf Augenhöhe wäre wünschenswert – aber können wir denen überhaupt trauen?“
Muslimische Perspektive
„Wenn ich hier keine Moschee bauen kann – dann taugt das ganze System nichts.“
Gegenperspektive
„Das Baurecht bietet immer eine Chance, eine Moschee zu verhindern.“
Reflexion
„Die Muslime müssen sich integrieren, assimilieren. –
Die müssen ihren ganzen Koran umschreiben.“
Gemeinderat, Wertheim
Rashomon Hintergrund
Rashomon
Filmische Klärung von Perspektiven
Für Verstehen statt Polarisierung

Rashomon

Jeder Mensch erzählt seine Geschichte so, dass sein Selbstbild darin erhalten bleibt. Nicht aus Lüge – sondern weil er selbst daran glaubt.

Das gilt für Einzelne. Für Organisationen. Für Institutionen und Medien.

Ich zeige diese Versionen nebeneinander – ohne zu urteilen, ohne zu glätten. Was dabei sichtbar wird, ist oft widersprüchlicher als erwartet. Und ehrlicher.

Das ist keine Methode. Es ist die Frage, die mich antreibt: Wo kippt eine Geschichte – und warum wirkt sie trotzdem noch stimmig?

Der Name kommt von Akira Kurosawas Film Rashomon (1950) – in dem dasselbe Ereignis aus mehreren Perspektiven erzählt wird, jede davon wahr, keine vollständig. Das Prinzip hat mich nie losgelassen.

Aufgewachsen mit einem Vater, der je nach Stimmung Geheimagent, Journalist oder Jugendfreund Hermann Hesses war. Nichts davon stimmte – aber irgendwann hörte ich auf, die Wahrheit zu suchen. Und verstand: Er brauchte diese Geschichten. Nicht um mich zu täuschen. Sondern um sich selbst zu ertragen.

Das war mein Anfang von Rashomon.

Wo Rashomon bereits entstanden ist

Heimvorteil – Moscheebau in Wertheim war der Ausgangspunkt. Zwanzig Jahre Konflikt, zwei Lager, beide überzeugt im Recht zu sein. Ich habe beide begleitet – ohne zu vermitteln, ohne zu urteilen.

Bei der Berliner Stadtreinigung wurden interne Dialogprozesse filmisch begleitet – unterschiedliche Arbeitswelten, unterschiedliche Wahrnehmungen derselben Organisation.

In Ludwigsburg kamen Bürgerinnen und Bürger, Verwaltung und Politik zusammen. Was dabei sichtbar wurde, war selten das was alle erwartet hatten.

Wenn Sie das hier gelesen haben und denken: das könnte etwas sein – dann reden wir.

Jede Arbeit beginnt mit einem Gespräch.